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Coopzeitung
51/2001 - Politik/Wirtschaft |
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| Trendiges aus Törbel | ||
Im Walliser Bergdorf Törbel werden alte Wolldecken der Armee zu Trendprodukten für In-Boutiquen verarbeitet.
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Desgner
Walter Mauer, Firmenchef Titus Karlen und Administrationsleiterin Yvonne
Karlen (von links) mit Teilen ihrer Kollektion |
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| Daniel Sägesser
Die Schweizer
Armee wird kleiner, Schuhmacher und Sattler Titus Karlen erhält
weniger Militäraufträge. Deshalb spürte er zwei neue
Tätigkeitsfelder auf: die Herstellung von Ethno- und von Trendprodukten.
«Uns ist bewusst, dass wir mit dem Schweizerkreuz auf einer Modewelle
reiten und suchen weiter nach neuen Ideen», sagt Karlen. So gibt
es die Artikel der Militär-Wolldecken-Kollektion nun auch mit einem
roten Stern verziert - ein Walliser oder Sowjet-Stern, je nach Blickwinkel
...
Pendler zwischen zwei Welten Der kreative Kopf hinter den Trendprodukten aus Törbel heisst Walter Maurer. Der St. Galler ist bereits seit 20 Jahren als Desig-ner und Hersteller von Textilien und Gegenständen im Ethno-Look tätig. Vor drei Jahren verkaufte er sein Geschäft an die Familie Karlen. Nun steht er der Firma noch als freier Berater und Designer zur Seite, hat sich dafür sogar eine Wohnung in Törbel genommen und pendelt zwischen Stadt und Bergdorf. «Eigentlich wollten wir etwas aus Lodenstoff machen, doch dann stiessen wir auf die alten Wolldecken mit dem Schweizerkreuz», erzählt Maurer. Er entwarf einen Rucksack, der an Fachmessen auf ein positives Echo stiess. Nun zählt die Kollektion bereits 20 Artikel. Die dafür verwendeten Militär-Wolldecken wurden bis in die 1960er-Jahre hergestellt und mit dem Aufkommen der Schlafsäcke liquidiert. «Bis jetzt haben wir etwa 1000 Decken verarbeitet», sagt Maurer. «Unser Grundmaterial wird so bald nicht knapp, es gibt davon noch grosse Lager.» ds |
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